BM Lamprechtshausen vs FK-WPH

vs
1. August 2017
Spielstand: 3 - 3

Spielbericht

Am Dienstag, den 01. August 2017 fand das inzwischen 4. sportliche Aufeinandertreffen der Trachtenmusikkapelle Lamprechtshausen mit dem Fußballclub der Wiener Philharmoniker statt. Die Bilanz spricht dabei eindeutig für die Musikprofis, welche die letzten beiden Partien jeweils gewannen:

2013: 2:2

2014: 1:8

2015: 0:1

2016: kein Spiel (kein gemeinsamer Termin gefunden)

Nachdem also das letzte Aufeinandertreffen nur knapp verloren wurde und damals erst in der Schlussphase der Siegestreffer zu Gunsten der Philharmoniker viel, waren die Erwartungen der Gastgeber, das heutige Spiel nicht zu verlieren, durchaus hoch. Zumal konnte die Fußballmannschaft der TMK Lamprechtshausen beim heurigen Fußballcup in Koppl erstmals den Aufstieg ins Viertelfinale bejubeln und ist dort ebenfalls nur knapp und unglücklich mit 0:1 ausgeschieden.

Leider haben sich am Spieltag noch 4 Spieler kurzfristig zum Teil wegen Krankheit abgemeldet, weshalb Kapitän Christoph Moosmüller 3 Aushilfsspieler engagieren musste, um die Mannschaft spielfähig zu halten. Festgehalten wird, dass keine Vereinsspieler eingesetzt wurden, sondern lediglich solche Hobbyspieler, welche bei den Trainings der TMK auch immer mit von der Partie sind. Sogar der erst 12jährige Jungmusiker Felix Armstorfer kam zum Einsatz und war auf Grund der Tatsache, dass es nur 2 Wechselspieler gab, mehr am Feld als auf der Ersatzbank.

Wie dem obigen Foto zu entnehmen ist, hat die Fußballmannschaft der TMK eine Verjüngung erfahren. Der langjährige Kapitän der Mannschaft, Roland Wagner, konnte wegen einer Knieverletzung nicht aktiv am Spiel teilnehmen.

Pünktlich zur Champions-League-Zeit um 20.45 Uhr pfiff Schiedsrichter Max Kirschner die Partie an. Kirschner leitete damit bereits die 3. Partie und nimmt dafür jedes Mal die Anreise von Wiener Neustadt in Kauf.

Das Spiel begann schwungvoll, auf ein vorsichtiges Abtasten wurde verzichtet. Die Gäste waren körperlich überlegen und wirkten spielerisch abgestimmter. Kapitän Ronald Janezic hatte ein klares Konzept ausgegeben, nach welchem die Kicker der „Philis“ agierten. Die Spieler der TMK nahmen weitere Wege in Kauf und versuchten durch schnelle Kombinationen vor den Strafraum der Gäste zu gelangen.

Die ersten Minuten verliefen sehr ausgeglichen, nennenswerte Chancen blieben auf beiden Seiten aus. Erst als Daniel Riefler von der Strafraumgrenze scharf und platziert abzog, hieß es in der 9. Spielminute 1:0 für Lamprechtshausen. Die Gäste wirkten auf diesen Rückstand etwas gelähmt und benötigten eine Standardsituation um den Ausgleich herzustellen. Nach einem Freistoß in der 24. Spielminute flankte Kapitän Janezic auf das lange Eck und bediente Armin Berger welcher mit dem Kopf sehenswert zum 1:1 traf.

Damit hätten die Gastgeber gewarnt sein müssen. Trotzdem verwertete Berger bereits 4 Minuten später einen Eckball abermals per Kopf zum 1:2 (28. Spielminute). Die Fanfare zum Treffer wurde nicht „aus der Konserve“ eingespielt, sondern hatten die Philis in ihrem Fanblock einen Es-Klarinettisten, welcher gut hörbar seine Begeisterung musikalisch zum Ausdruck brachte.

Die Antwort aus Lamprechtshausen ließ nicht lange auf sich warten. Quasi im Gegenzug stellte Daniel Riefler in der 29. Minute mit seinem 2. Treffer den Ausgleich her. Mit diesem Zwischenergebnis ging es in die 10minütige Pause. Vor Spielbeginn hatten sich beide Mannschaften darauf verständigt, 2 x 40 Minuten zu spielen. Der Spieltag war extrem heiß und auch zur späten Spielzeit war es noch ordentlich warm in Lamprechtshausen. Gespielt wurde auf dem Trainingsplatz, nachdem es bereits finster war und das Flutlicht benötigt wurde.

Nach Seitenwechsel plätscherte das Spiel vor sich hin. Beide Mannschaften waren bemüht in ihren Angriffen aber zwingende Chancen gab es wenig. Beide Verteidigungen agierten konzentriert und hüben wie drüben wurden die Angriffe erfolgreich abgeblockt. Bei den Lamprechtshausenern machten sich erste Krämpfe und Ermüdungserscheinungen breit. Die Philis hatten einen größeren Kader und konnten damit mehr rochieren – Krämpfe gab es aber auch hier.

Schiedsrichter Kirschner hatte die Partie stets souverän im Griff, es gab keine Unsportlichkeiten. Kleinere Fouls auf beiden Seiten gehörten zum Spiel und blieben ohne Folgen und zum Glück auch ohne Verletzungen.

In der 65. Minute war dann plötzlich Alarm im Strafraum von Lamprechtshausen. Der Ball rollte aber zum Glück für die Gastgeber knapp am Tor vorbei. In der 71. Minute dann aber doch das 3:2 aus Sicht der Philis – abermals war Armin Berger der Torschütze. Die zahlreichen Zuschauer, die natürlich großteils ihre Heimmannschaft anfeuerten, waren sichtlich enttäuscht über diesen Führungstreffer kurz vor Spielende.

Zum Glück gab es aber in Lamprechtshausen einen Daniel Riefler, der in der 78. Minute die Kohlen aus dem Feuer holte und doch noch den verdienten Ausgleichstreffer zum 3:3 und damit den Endstand fixierte. Als Fanfare gab es die ersten Takte eines Trauermarsches, was am Spielfeldrand für Heiterkeit sorgte.

Fazit: Das 4. sportliche Aufeinandertreffen zwischen dem Fußballclub der TMK Lamprechtshausen und jenem der Wiener Philharmoniker brachte ein spannendes, abwechslungsreiches und faires Spiel. Es wurde auf beiden Seiten alles gegeben, das Ergebnis geht dem Spielverlauf nach voll in Ordnung. Und obwohl die Philis ihre weiße Weste gegen Lamprechtshausen verteidigte, fühlte sich dieses Unentschieden für die junge Mannschaft der Gastgeber gegen die Musikprofis wie ein Sieg an. Hoffentlich wird diese Tradition fortgeführt und gibt es eine Neuauflage vielleicht schon im nächsten Jahr.

Nach dem Spiel trafen sich alle in der Kantine des USV Lamprechtshausen, wo Anita Wimmer und Karin Pircher sowohl Spieler als auch Fans bestens mit Speisen und Getränken versorgten. Das Spiel wurde noch reflektiert, die Kontakte gepflegt und erst spät haben sich die letzten auf den Heimweg gemacht.

Roland Wagner

Aufstellung

1. Johannes Ettlinger
2. Christoph Koncz
8. Ronald Janezic
9. Thomas Janezic
11. Thomas Lechner
14. Herbert Mayr
15. Christoph Traxler
17. Matthias Schorn
22. Wimmer Christoph
26. Armin BergerTorTorTor
31. Dominik Palla
32. Peter Steiner

Auswechslungen