FK-WPH vs Wiener Volksoper

vs
15. Juni 2016
Spielstand: 2 - 1

Spielbericht

FK-WPH : Wiener Volksoper  2:1 (1:1)

Er hatte die Wiener Volksoper zu einer Spitzenmannschaft geformt und nun war der Augenblick des Abschieds gekommen. Peter Dorfmayr. Er wechselt nun zu einem Großklub. Bei einem Angebot in unbekannter Höhe von den Wiener Symphonikern wurde er schwach. Und so kam es, dass er seine Mannen wohl zum letzten Mal gegen die Philharmoniker aufs Feld führte. Bei britischem Fußballwetter begannen die Volksopernkicker stark, ließen Berger aussteigen und flankten. So sehr sich der baumlange Schmidinger auch in die Höhe schraubte, er vermochte das Kopfballtor ins Kreuzeck nicht verhindern. Tormann Löw war chancenlos. 0:1 nach 4 Minuten. Doch das war kein Problem für die erfahrene Truppe um Ronald Janezic, die alsbald das Kommando übernahm. Organisierter , ballsicherer und kombinationsfreudig. Das machte sich bezahlt. Der Druck stieg von Minute zu Minute. Sehr stark der junge Janezic, der das Spiel an sich zog und mit dem Alten prächtig kombinierte. Der unermüdliche Schorn, der große Freiräume vorfand kämpfte und rackerte und haderte. Nach einem Eckball von Janezic stoppte sich  Traxler den nur kurz weggeschlagenen Ball mit der Brust und zog volley ab. Fertig war das Traumtor. In der Folge spielten nur mehr die Phiharmoniker. Doch Schmidinger und Thomas Janezic scheiterten mit Distanzschüssen.  Koncz spielte stark auf der linken Seite, die ein bißchen bevorzugt wurde im Aufbauspiel der Roten. Etwas wackelig, Berger, der schon viel stärkere Partien gezeigt hatte und schon zu den Routiniers in der jungen Truppe zählt. Aber alle Fehler konnte Traxler ausbessern.

Zur Pause stand es 1:1 und als Schiedsrichter Kirschner wieder anpfiff, präsentierte Coach Janezic einen genialen Schachzug. Er nahm den alten Löwen aus dem Tor, ersetzte ihn durch Palla, den Tiroler. Löw fand sich statt Schorn im Mittelfeld wieder und zog das Spiel durch seine Routine vermehrt auf die rechte Seite. Nun waren beide Mannschaften gleich stark. Das Spiel wogte hin und her, man konnte technische Gustostückerl und viele vergeben Chancen beobachten. Allmählich prägten die Philharmoniker das Spiel stärker. Eckballserien und Freistösse häuften sich. Einen Freistoß verzog Janezic um Zentimeter. Einen Weitschuß von demselben bändigte der Tormann der Vop. Der umtriebige Traxler tauchte mit vorne auf und wurde ungestüm von Daniel Neumann im 16er attackiert. Es schrillte die Pfeife. Ein Fall für den Kapitän. Er wartete, bis der routinierte Schlußmann der Vop sich in ein Eck auf den Weg machte und netzte ins andere ein. 2:1 kurz vor Schluß. Nun nahm eine Tragödie ihren Lauf. Routinier Toma warf sich beim nächsten Angriff der Blauen so ungestüm in die Schlacht, daß er verletzt  vom Feld getragen werden mußte. Schiedsrichter beendete darauf die Partie, in der ohnehin schon die Nachspielzeit lief. Die Diagnose aus Speising ließ keine rechte Freude aufkommen. Knöchelbruch und Saisonende für unseren Lazi.

Aufstellung : Löw, Traxler, Berger, Schmidinger, Janezic Th., Toma, Koncz, Janezic R., Schorn, Lechner, Ryska—Palla, Stangl O.

Aufstellung

2. Christoph Koncz
4. Laszlo Toma
7. Benjamin Schmidinger
8. Ronald JanezicTor
9. Thomas Janezic
11. Thomas Lechner
12. Jan Ryska
15. Christoph TraxlerTor
17. Matthias Schorn
26. Armin Berger

Auswechslungen